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März 2020

Paper zur Inline-Herstellung von Spritzguss-Probekörpern veröffentlicht

Im zeitsparenden Verfahren erzeugt der Brabender SpeciMold Materialproben im laufenden Compoundierprozess. Nun ist eine passende wissenschaftliche Veröffentlichung erhältlich.

Das Inline-Verfahren zur Herstellung von Spritzguss-Probekörpern wurde in einem gemeinsamen Forschungsprojekt des Fraunhofer-Institut für Umwelt, Sicherheit und Energietechnik (UMSICHT) und der Brabender GmbH & Co. KG entwickelt.

Das Projekt hatte zum Ziel, den mehrstufigen Prozess der Probekörperherstellung zeitlich zu reduzieren. Im herkömmlichen Verfahren sind dazu die Schritte Extrusion, Granulierung, Trocknung und Spritzguss erforderlich. 

Durch das neue Verfahren entfällt nicht nur der Trocknungsschritt vor dem Spritzgussprozess, sondern auch der Transport und die Wartezeit beim Spritzgießen. Hierbei wird ein Teil des Schmelzestroms vom Extrusionsprozess entnommen und zu Probekörpern spritzgegossen. 

Vorteile sind neben der Zeitersparnis auch ein geringerer Materialverbrauch und die Möglichkeit, auf Qualitätsschwankungen schneller zu reagieren.

Durch die schnell wechselbaren Werkzeugkassetten lassen sich Vielzweckprobekörper nach DIN EN ISO 3167 zur Durchführung von Zug-, Biege, (Kerb-)schlagzähigkeit- und Härteprüfung spritzgießen. Zusätzlich ist die Herstellung von Farbplatten zur Messung der Farbwerte mit einem Farbspektrometer oder von Fließspiralen zur Bestimmung der Fließweglänge möglich.

Das Paper ist unter https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0142941819316642 verfügbar.

Das gemeinsam entwickelte Verfahren wurde inzwischen bei Brabender zum SpeciMold weiterentwickelt, wurde mit dem iNovo Award ausgezeichnet und ist am Markt verfügbar. Das Gerät kann für die Qualitätskontrolle oder Produktentwicklung eingesetzt werden.

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